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Das schönere Übel

Der 15. Bezirk ist das Arschloch von Wien. Wieso? Weil Rudolfsheim-Fünfhaus, wie der menschliche Anus, selten ins Scheinwerferlicht gerückt wird. Und wenn es doch passiert, dann muss er meistens für Pornografie herhalten – vornehmlich billigen Sozial-Porno. In keinem Bezirk sind die Bewohner nämlich ärmer als in der dicht bebauten Fläche zwischen Lugner-City, Westbahnhof und Sechshauser Straße. Der durchschnittliche Angestellte kassiert hier nur 1.200 Euro brutto pro Monat, während die Büro-Hackler im ersten Bezirk durchschnittlich 2.130 Euro absahnen. Gleichzeitig ist auch die Lebenserwartung am niedrigsten und die Geburtenrate am höchsten. Und mit einem Ausländeranteil von 40 Prozent übertrumpft Rudolfs-Crime-Fünfhaus, wie die jogginghosentragenden Bewohner ihre Heimat respektvoll nennen, auch den Multikulti-Vorzeige-Bezirk Ottakring.

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