Der “Ausgang” des 1. Bezirks

Alles, was einen Eingang hat, hat auch einen Ausgang. Der menschliche Körper genau so wie der 1. Wiener Gemeindebezirk. Um bei diesem Vergleich zu bleiben: Wenn man den Karajan-Platz und die Staatsoper als das hübsche Gesicht des Nobelbezirks bezeichnen würde und die Kärntner Straße somit der Eingang wäre, dann gäbe es einen eindeutigen Kandidaten für den … ähem … naja, “Ausgang” eben: den Schwedenplatz.

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Die Donauinsel im NÖ-Vergleich

Warum Schwäne kein Döner Kebab fressen sollten und eine Reihe von Mistkübeln noch lange keine Allee ergibt.

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Von Tradition bis Dekadenz – Die schiachen Seiten des Wiener Naschmarkts

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Wiener Naschmarkt? In jedem Reiseführer als Top-Sehenswürdigkeit angepriesen, verspricht der größte Markt Wiens im Gemeindebezirk Mariahilf für Touristen wie Ur-Wiener ein multikulturelles Spezialitätenparadies mit Alt-Wien-Flair. Ein Spaziergang durch die Schirmlandschaft reicht allerdings aus, um den Hype um den sich augenscheinlich im Verfall befindlichen Markt dringend in Frage zu stellen.

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Das Mensa-Debakel

Essen ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Menschen. Auch bei uns Studenten ist das so. Doch uns fehlt oft das nötige Kleingeld, um in schicke Restaurants zu gehen. Deshalb ist es von Vorteil, wenn man weiß wo man gut und günstig essen kann. Was einem deshalb sofort einfällt, sind die Mensen der unterschiedlichen Universitäten Wiens. Oft eilt ihnen der schlechte Ruf voraus und wir mussten leider ernüchtert feststellen, dass dies oft der Wahrheit entspricht. Wir haben uns auf den Weg gemacht und drei verschiedene Mensen ausprobiert.

Station 1: Neues Institutsgebäude

Unsere erste Station war die Mensa im NIG, da sie wohl die bekannteste und eine der ältesten ist. Der Weg zum Hauptgebäude ist nicht weit, weshalb hier die meisten Studenten verköstigt werden. Betritt man die Mensa, hat man das Gefühl in einer Großbürokantine zu stehen. Sie ist einfach und zweckmäßig eingerichtet. Tische und Stühle müssen genügen, Dekoration wird überbewertet. Das einzig Schöne ist der Ausblick auf das Rathaus von der Terrasse aus.
Das Konzept ist auf Masse ausgerichtet, was sich auch an der Speisenauswahl widerspiegelt. Schnelle einfache Gerichte stehen hier täglich auf der Karte. In der Mensa im Neuen Institutsgebäude gibt es täglich ab 11 Uhr drei Menüs zur Auswahl. Das Mittagsmenü, bestehend aus Suppe, Salat, Fleisch oder Fisch, gibt es nur bis 14 Uhr, während die fleischlose Variante und die Gerichte vom Grill bis 17 Uhr erhältlich sind. Also schnell sein, wer ein Fleisch- oder Fischgericht möchte.
Die Menüpreise liegen bei zirka fünf Euro. Jede Hauptspeise ist aber auch einzeln erhältlich, was um die drei Euro kostet.
Der schlechte Ruf der Mensa im NIG hat sich auch bei uns bestätigt. Wir bestellten einmal Schnitzel mit Erdäpfel-Vogerlsalat und einmal Chili con Soja. Davor gab es für uns beide eine Gemüsecremesuppe. Die Suppe war das einzige halbwegs gelungene an den Menüs. Wobei wir trotzdem der Meinung waren, dass es Packerlsuppe war. Dem Schnitzel vom Schwein hat man angemerkt, dass es schon länger in dem Wärmebehälter lag. Es war trocken und ein wenig zäh. Zum Kartoffel-Vogerlsalat möchte ich nicht viel sagen, außer dass es den wahrscheinlich letzte Woche beim Schnitzeltag auch schon gab. So hat er zumindest ausgesehen.
Das zweite Menü mit dem Chili con Soja hat uns sehr überrascht. Wir wussten definitiv bis dahin nicht, dass ein Essen so fad schmecken kann. Wir probierten, und es passierte nichts. Hatten wir wirklich gerade einen Löffel genommen, denn ich kann mich nicht mehr erinnern, wie das Essen vor zwei Sekunden geschmeckt hat. Es schmeckte nach nichts und für nichts waren uns fünf Euro doch ein wenig zu teuer.
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Schiaches Paradies: Kaisermühlen im Wandel der Zeit

Obwohl Wien grundsätzlich eine gut aussehende und gleichzeitig extrem lebenswerte Stadt ist, beinhaltet sie zahlreiche ganz schön schiache Flecken. Zwar kann Wien auf dieser Ebene längst nicht mit “echten” Großstädten wie London, Paris oder Rom mithalten, doch auch die österreichische Bundeshauptstadt birgt ein paar scheußlich anmutende Gegenden mit sich. Bezirke wie Favoriten, Simmering oder Floridsdorf bringen es dank ihrer missratenen Vorstadtästhetik sowie einem Meer von lieblos hingekleschten Klotz-Gemeindebauten und Industriearealen zweifellos auf eine stattliche Hässlichkeit. Doch auch in den ansehnlicheren Stadtteilen gibt es einige Grätzeln mit grausigem Ambiente. Dazu zählen etwa das biedere, mit Prostituierten – die allerdings zunehmend von WU-StudentInnen verdrängt werden – überhäufte Stuwerviertel oder der Landstraßer Süden rund um die Schlachthausgasse. Auch das durch zwei Donauarme von der Außenwelt abgegrenzte, seit Jahrzehnten berüchtigte Arbeitergrätzel Kaisermühlen ist ein besonderes Schmankerl auf der Wiener Schiachheitsskala.

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Der Karl-Wrba-Hof: Ein Prachtstück aus braunem Eternit

Direkt neben dem Wienerberg lässt sich ein besonderes architektonisches Schmankerl finden, das bereits aus weiter Entfernung die Skyline des zehnten Wiener Gemeindebezirks Favoriten ziert – der Karl-Wrba-Hof. Dank seiner markanten braunen Außenfassade, die aus grell-braunen Eternitplatten besteht, wird er umgangssprachlich von den Favoritnern auch liebevoll als “die Senfbauten” bezeichnet.

Von schiefen Stiegen und schiachem Essen: Die WU

Der WU-Campus: Eine architektonische Meisterleistung

Seit 2013 gibt es den neuen Campus der Wirtschaftsuniversität. Auf 90.000 Quadratmetern möchte man den WU-Studenten perfekte Rahmenbedingungen bieten und wurde im Zeitplan gebaut. Diesen Plan hätte man allerdings etwas großzügiger gestalten sollen, nachdem sich schon ein Jahr nach Eröffnung die erste Betonplatte von einer der Fassaden gelöst hatte, runtergefallen ist und beinahe zu einer Katastrophe geführt hätte. Rund ein halbes Jahr später stürzte die nächste Betonplatte zu Boden. Erst danach hat man reagiert und sämtliche Platten überprüft. Schaden: 1,5 Millionen Euro.

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